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Betender Knabe, Ephebe, Bronze-Museumsreproduktion in Originalgröße.

10.115,00 € *

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Lieferzeit 6-10 Wochen

  • 100470
  • H.135 cm / Sockel B.32 x T.32 cm
Der Betende Knabe Ephebe Museumsreproduktion in Originalgröße, Bronzeskulptur mit leicht... mehr
Produktinformationen "Betender Knabe, Ephebe, Bronze-Museumsreproduktion in Originalgröße."

Der Betende Knabe Ephebe
Museumsreproduktion in Originalgröße, Bronzeskulptur mit leicht grünlicher Patinierung.

Museumsreproduktionen wie der Betende Kanbe sind keine Massenartikel.
Diese historischen, Objekte der Bildenden Kunst werden individuell nach Auftrag in einer auf Kunstguss spezialisierten Bronzegießereien in Deutschland, in Handarbeit gegossen. Aus diesem Grund müssen Sie mit etwas längeren Lieferzeiten von ca. 6 bis10 Wochen rechnen.
Rufen Sie uns an wir beraten Sie gerne.

Der Bronzeguss basiert auf einer jahrtausende alten, fast unveränderten, Technik. Von einem... mehr

BronzegussDer Bronzeguss basiert auf einer jahrtausende alten, fast unveränderten, Technik.

Von einem durch Künstlerhand gestalteten Modell oder einer Museumsvorlage wird von Formenbauern in verschiedenen Arbeitsgängen eine Silikonform hergestell.
Aus dieser originalgetreuen Negativform wird dann für jeden einzelnen Bronzeguss durch das Ausgießen mit flüssigem Wachs ein hohles, dünnwandiges Wachsmodell gefertigt.

Dieses Wachsmodell wird im nächsten Arbeitsgang - nach dem Gusskanäle, ebenfalls aus Wachs-, angefügt worden sind, mit Formkeramik ummantelt.
Anschließend wird das nun eingeformte Wachsmodell durch vorsichtiges, langsames Erhitzen in speziellen Trockenöfen bei ca. 700° C ausgeschmolzen und geht somit verloren ( Man nennt dieses Verfahren auch das Verfahren des verlorenen Modells oder Wachsausschmelzverfahren).

In dem so entstandenem Hohlraum wird dann ca. 1250° heiße Bronze gegossen. Nach Erkalten der Bronze wird der Keramikmantel abgeschlagen. Nach dem Entfernen der Keramik wird der Rohling gereinigt und die Gußkanäle abgetrennt. Anschließend wird er von Ziseleuren mit zum Teil sehr feinen Werkzeugen, Fräsen und Punzen, nachgearbeitet.

Der letzte Hauptbearbeitungsschritt ist das Patinieren. Eine oft nach alten, überlieferten Haus-Rezepturen hergestellte Patinalösung wird in Tauchbädern, per Pinsel oder Sprühen aufgetragen. Die Patina verleiht dem Kunstwerk dann seine individuelle Grundstimmung und trägt wesentlich zum Ausdruck des Objektes bei.

Der Betende Knabe, Ephebe. Eines der wenigen Original erhaltenen Objekte antiker Bronzekunst.... mehr

Geschichtliche Chronologie des Betenden KnabenDer Betende Knabe, Ephebe.
Eines der wenigen Original erhaltenen Objekte antiker Bronzekunst. Man vermutet ein griechisches, späthellenistisches Bronzeoriginal aus dem 3.  Jhd. v. Chr. Möglicherweise gegossen in Rhodos, in einer Zinnbronze mit geringem Bleigehalt im Stückguss von Teisikrates einem Enkelschüler von Lysipp.

Nachdem er Anfang des 15. Jahrhunderts ca. 1490 in Rhodos bei Arbeiten zur Verstärkung der Stadtmauern gefunden wurde, ging seine Reise über Venedig, London, Frankreich, Wien nach Deutschland, dann nochmals als Kriegsbeute Napoleons nach Paris und wieder zurück nach Berlin wo er bis heute im Alten Museum aus der Rotunde heraus die Besucher begrüßt.

Kaum ein zweites, antikes Kunstwerk ist in Europa soweit umhergereist, restauriert und neu gesockelt worden wie der Betende Knabe.
Die ersten Bearbeitungen wurden vermutlich direkt nach der Ausgrabung durchgeführt wie einem Briefen eines Kunstagenten 1503 zu entnehmen ist. In diesem Zustand gelang er nach Venedig in den Besitz des Johanniterritters Di Martini. Die fehlende linke Fußhälfte entdeckte man 1558 in der Sammlung eines Kardinals und ergänzte sie in diesem Zeitraum. So gelangte er 1651 über Karl I. von England nach Frankreich. Der damalige Besitzer Foucquet, Finanzminister von Ludwig dem XIV, veranlaßte die erste große Restaurierung und ließ fehlenden Zehen an beiden Füßen und beide Arme ergänzen. 1717 kam der Betende Knabe nach Wien wo er 40 Jahre verblieb, unter anderem in dem Besitz von Prinz Eugen von Lichtenstein. 1747 erwab ihn Friedrich der Große und stellte ihn in Potsdam im Schlosspark auf. 1786 brachte Friedrich Wilhelm II den Betenden Knaben in das Berliner Stadtschloss, aus dem ihn 1806 Napoleon entführte und in den Louvre nach Paris brachte.
Nach seiner Rückkehr wurde er dann 1825 von der Gipsformer der „Staatlichen Museen zu Berlin“ abgeformt.
(Aus dieser historischen Urform stammt auch die Vorlage in der, der H&G Knabe unverändert in Bronze gegossen wird.)
Zu diesem Zeitpunkt stand der Betende Knabe auf einem quadratischen Sockel leicht nach rechts gedreht wie auch in einem Aquarall aus der damaligen Zeit von Carl Emanuel Conrad, „Rotunde des Museums am Lustgarten“, deutlich zu sehen ist. 1836 bei einer zweiten, großen Restaurierung stand der Knabe dann auf einem runden Säulenstumpf. Die dritte große Restaurierung erfolgte zwischen 1930 und August 1939 bei der unter anderem wieder eine neue quadratische Basis angefertigt wurde. Man hat ihn aber nicht wie ursprünglich 1825 leicht nach rechts gerichtet sondern aus ästhetischen Gründen im Verhältnis zur Basis gerade aufgestellt. Bei der letzten Restaurierung 1995 /1977 wurde die Positionierung und der Sockel nicht mehr verändert.
So präsentiert sich der Betende Knabe heute in Berlin im Alten Museum.

 

In der Kunst steht der Begriff Reproduktion für die Wiederholung eines Kunstwerkes das in einer Urform oder als Model vorliegt. Reproduziert in originaler Technik oder in modernen Verfahren wie das Gießen.
Im Unterschied zu einem Replikat. Eine, durch eine fremde Hand, gefertigte Nachbildung. Nachmodelliert nach einem Original beziehungsweise nach einem Vorbild.
H&G Museumsreproduktionen werden direkt von originalen Museumsvorlagen abgeformt, nicht nachmodelliert und in auf den Guss von Kunstobjekten spezialisierten Gießereien, in hochwertiger Bronze, gegossen.

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